Unterdrückte Weiblichkeit. Oder: Sei weich und rund

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Wenn einem bewusst wird, wie sehr die Weiblichkeit in den letzten Jahrhunderten unterdrückt und bekämpft wurde, lässt es einen fast erschaudern.

Und auch noch heute sind die meisten Frauen noch nicht in ihrer puren Weiblichkeit angekommen. Vielleicht weil sie noch nie darüber nachgedacht haben, weil sie ihre Gefühle unterdrücken oder weil sie ihr Leben als „normal“ ansehen und einfach nur funktionieren müssen.
Die Frauen, die ihre Weiblichkeit heutzutage entdecken werden immer mehr. Es ist gerade die richtige Zeit dafür.
Frauen wachen auf und erkennen. Sie fangen an zu fühlen, spüren in sich hinein, lassen alles zu und wissen, wenn sie wieder bei sich angekommen sind. Es ist eine großartige Zeit.

Ich musste darüber nachdenken, dass Frauen in allen Lebenspunkten unterdrückt und zurückgehalten wurden. Wir fiel es plötzlich wie Schuppen von den Augen, dass so viel Männlichkeit und so viel Weiblichkeit vorherrschte.
In allen Lebensbereichen einer Frau konnte die reine Weiblichkeit keinen Zugang finden.

Wenn in diesen Bereichen wieder die Harmonie herrscht und eine Frau sich wirklich weiblich fühlt und das tut, was ihre Natur ist, dann wird die Weiblichkeit allmählich auf die ganze Erde zurückkehren und es wird wunderbar sein.

{Selbstentfaltung versus Hausmütterchen}
Während es den Männer erlaubt war sich im Beruf zu entfalten, ließ man die Frau als Hausmütterchen zu Hause. Kochen, putzen, waschen, Kinder. Immer beschäftigt, immer im Tun.
Zeit für Selbstentfaltung war keine.
Nicht, dass ich gegen Hausfrauen bin – ganz im Gegenteil. Ich finde, dass Frauen dazu bestimmt sind sich um das Innen zu kümmern, die Geborgen und Wärme zu halten, die Kinder zu umsorgen und einfach das „Zuhause“ zu sein.
Aber auch eine Frau hat noch andere Wünsche und Berufungen, die sie in sich spürt, wenn sie es zulässt oder einmal Zeit bekommt darüber zu meditieren und in sich zu gehen.

{Rundungen versus “Idealbild”}
Die Verkörperung einer Frau ist meiner Meinung nach rund, weich, samtig, zart, erotisch, schön, ästhetisch, rein, natürlich, lustvoll, sinnlich, passiv, gefühlsbetont, herzlich, liebevoll, feucht, warm, weit und offen.
Eine Frau mit langem offenen Haar, mit schönen weichen zarten Rundungen und Kurven, mit erotischen sinnlichen Lippen und lebendigen Augen, mit einer passiven nach innen-gerichteter Kraft, mit einer liebevollen und natürlichen Ausstrahlung und tänzerischer Leichtigkeit in ihrer Bewegung.

Das Idealbild einer Frau, das in den letzten Jahren vorherrschte und immer noch zu finden ist, ist die Karrierefrau mit Kurzhaarschnitt und enger Hose, dominant, schnell und laut, aktiv, konkurrenzsuchend.

Die Medien vermitteln weiterhin das Bild einer perfekten Frau ohne Makel.
Kein einziges Wimmerl auf der Haut, perfekter Teint, zugeschminkt und abgekleistert – unter einer Maske voller Unsicherheit. Rank und schlank mit Stöckelschuhen und engem Minirock. Oder durchtrainiert und muskulös.
Kein Speckröllchen, keine Augenringe, keine Falten im Gesicht, immer frisch rasiert.
Die weichen schönen Rundungen sind vergessen – werden nur als Fett abgestempelt. Lieber dürr und markant.

Frauen sind gestresst, fühlen sich nicht schön, haben Angst nicht schön genug zu sein, können nicht zu sich selber stehen und verstecken sich unter einer MakeUp-Maske.

{Sex versus Liebe}
Männlicher aggressiver Sex ist vorherrschend. Schnell, wild, laut muss er sein.
Mit möglichst vielen Stellungen und Utensilien, die man braucht um geil zu werden.
Die Frau überspielt ihr Verletzt-Sein und macht mit. Muss sie ja. Ist ja normal so.
Die echte Liebe, den echten göttlichen Sex, das kennen nicht viele.
Langsam, liebevoll, behütend, kraftvoll.

{Gebären versus Kaiserschnitt}
Ja sogar das selbstbestimmte Gebären wurde den Frauen genommen.
In entwürdigenden Positionen bekommt man heutzutage in einem Krankenhaus bei den Ärzten und Krankenschwestern oder mit der „Hebamme des Vertrauens“ das Kind.
Am besten mit Medikamenten oder mit dem Kaiserschnitt. Geht ja auch viel schneller, ist ja auch viel einfacher, muss man sich nicht anstrengen. Hauptsache vorbei ist’s und das Kind ist endlich da.

Dass eine Frau durch das selbstbestimmte innige Gebären so viel gewinnen kann und sich zu ihrer vollen weiblichen Pracht entfaltet, das wissen leider nicht mehr viele und viele werden dieses Gefühl auch nie erleben. Werden nie wissen wie das ist, wenn man alleine ein Kind auf die Welt bringt. Wenn man aus eigener Urkraft – die man dann ganz stark in sich spüren kann – so einem kleinen Wesen das Leben schenkt in einem Raum voller Geborgenheit, Frieden und Ruhe.
Das Gebären ist der Frau vorherbestimmt und so natürlich. Die Natur schenkt jeder Frau so viel Kraft, Wissen und Selbstliebe während dieser Zeit. Und jede wahre Frau weiß im Grunde was es für ein Geschenk sein kann selbstbestimmend und alleine zu gebären. Ohne Hilfe und Angst.

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In all diesen Lebensbereichen wurde uns Frauen die Weiblichkeit genommen.
Manche Punkte haben sich bereits geändert, manche befinden sich in der Veränderung und manche werden sich noch ändern.
In alle diesen Lebensbereichen müssen wir die Weiblichkeit zurückbringen, sie wieder aufnehmen und leben lassen.

Ich wünsche mir Frauen mit langen offenen Haaren, die tanzen und singen, die ihre eigene Kraft in sich spüren und die es als ganz normal ansehen ein Kind alleine und selbstbestimmt zu gebären.
Frauen, die ihre Perfektion nicht in der Makellosigkeit suchen, sondern in ihren inneren Werten und in ihrer erotischen Ausstrahlung, ihren schönen Rundungen und ihren intensiven Gefühlen.

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In dankbarer Liebe
Ariella Sophie

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