Schwangerschafts-Untersuchungen. Oder: Sorgen bereits vor der Geburt

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Wie konnte es geschehen, dass so etwas Natürliches wie eine Geburt heutzutage wie eine Krankheit behandelt wird?

Sobald man schwanger ist, läuft man zum Frauenarzt. Dort wird Blut genommen, Urin getestet, gewogen, vermessen und der Ultraschall durchgeführt.
Man ist Patient und wird auch so behandelt. Als hätte man eine schwere Krankheit.
Jeder Weg zum Arzt wird von Gedanken begleitet wie:

“Hoffentlich ist alles in Ordnung” – “Hoffentlich liegt mein Baby nicht falsch” – “Hoffentlich habe ich nicht zu viel zugenommen” – “Hoffentlich habe ich nicht zu wenig zugenommen” – “Hoffentlich sind meine Eisenwerte nicht gesunken”

Ängste, Ängste, Ängste. Willkommen in der Ohnmacht.

Und weichen irgendwelche kontrollierten Werte von der Norm ab, werden sofort Pillen, Medikamente und künstliche Vitamine empfohlen und ausgestellt. Weil man ja „krank“ ist.

Die Frauen kommen also zur Vorsorge-Untersuchung um schon vorher Sorgen zu haben.

{Die Selbstverantwortung abtreten}
Was macht man hier eigentlich, wenn man zum Arzt geht, um sich „kontrollieren“ zu lassen?
Eigentlich tritt man seine Verantwortung, seine Selbstbestimmung an jemanden ab. Man lässt sich Blut abnehmen, pinkelt in einen Becher, lässt sich abwiegen … und weiß eigentlich gar nicht genau wozu und warum. Man macht einfach mit, denn es ist ja „normal“ und der Arzt wird schon wissen was er da tut.
Der Arzt kann dir dann sagen wie es dir geht, wie es dem Kind geht und was du nehmen kannst, damit es dir besser geht.
Anstatt auf sich selbst zu hören, in sich hineinzuspüren, seinen Körper und sein Baby zu fühlen, kommt also jemand von Außen daher, der dir sagen kann, was du brauchst.
Komisch oder?

Man muss sich einmal klar werden, dass jeder – wirklich jeder – Eingriff von Außen auf irgendeine Art und Weise Spuren in deiner Schwangerschaft, in deinem Körper, bei deinem Baby, hinterlässt.
Es wäre sehr naiv zu glauben, dass all diese Untersuchungen, Kontrollen und Kommentare nichts beeinflussen.

{Das mit dem Kinderbetreuungsgeld}
Um das Ganze noch zu erschweren, wird eine finanzielle Abhängigkeit daran gekoppelt: Nur durch die Besuche der „verpflichtenden“ Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen ist es möglich das Kinderbetreuungsgeld zu beziehen.
Frauen und Familien die auf dieses Geld angewiesen sind, haben dadurch eigentlich keine einfache Alternative bei diesem Spiel mitzumachen und die Untersuchungen über sich ergehen zu lassen.

Man muss also auch hier etwas geben, um etwas zu bekommen. Indem man zu all diesen Untersuchungen rennt, gibt man seine Selbstverantwortung und seine Unabhängigkeit her. Was man dafür bekommt ist Geld. Man verkauft sich also eigentlich unter seinem Wert. Doch das muss einem erst einmal bewusst werden.

Nur wenn man finanziell unabhänig ist, keine Ängste hat und diese ganze Prozedur hinterfrag hat, spart man sich den Weg zum Frauenarzt und kann eine selbstbestimmte Schwangerschaft ohne äußerliche Eingriffe und Einflüsse leben. In Ruhe, Harmonie und Entspannung.

{Routine: Der Ultraschall}
Wer kennt das nicht? Das erste was gemacht wird, ist dass man sich mal schön beschallen lässt, um eine Schwangerschaft zu bestätigen. (Als wüsste man nicht selber, dass man schwanger ist: Nein man braucht eine Bestätigung mit dem Ultraschall. Erst wenn man das Kind mit eigenen Augen auf dem Bildschirm sieht, ist man sich sicher).
Auch zu jeder weiteren Untersuchung wird selbstverständlich ein Ultraschall gemacht. Und weil das ganze so lieblich und toll ist werden dir die Bildchen auch noch ausgedruckt und mitgegeben. Jetzt kannst du es allen deinen Freunden und Bekannten zeigen: Du bist schwanger. Das hätte dir ja sonst wohl niemand geglaubt. Außerdem sind die Bildchen doch so entzückend. Schwarz-weiße deformierte unscharfe verschwommene Pixelhäufchen: „Ja guck mal, das ist mein Baby!“ …

Dass im Mutter-Kind-Pass vermerkt ist, dass ein Ultraschall nicht verpflichtend ist, auf das weist dich eigentlich kein Arzt hin. Jeder Arzt macht routinemäßig diesen Ultraschall bei jeder einzelnen Untersuchung. Ja was hätte er denn sonst schon zu tun?
Der Arzt kassiert circa €60 – €100 dafür dass er dich beschallt, befragt und Mittelchen verschreibt.

Meine kürzeste Untersuchung dauerte circa 7 Minuten, dann war alles getan und ich ging wieder als gesunde Frau mit einem gesunden Baby nach Hause. Für 7 Minuten bekam mein Arzt €90.-
Und dabei hat er eigentlich „nichts“ gemacht.
Reine Geld-Macherei mit uns gesunden Schwangeren.

Dass ein Ultraschall gefährlicher sein könnte, als man annimmt, auf das weist dich natürlich auch kein Arzt hin.
Man geht davon aus, dass diese Schallwellen im Mutterleib eine ziemliche Lautstärke erzeugen. Ungefähr so als würde man in einem Tunnel stehen und ein Zug fährt mit voller Geschwindigkeit neben dir vorbei. Dein Baby erleidet also plötzlich einen extrem starken Laut und weiß eigentlich auch gar nicht wo das auf einmal herkommt.
Abgesehen davon, was diese Schallwellen noch so alles anrichten können. Und wozu das ganze? Um zu sehen ob das Baby weiblich oder männlich ist. Und um jedes mal die Bestätigung von dem Arzt zu hören, dass ja eh alles in Ordnung ist. Puh. Noch mal Glück gehabt.

{Zurück zur Besinnung}
Die Wahrheit ist: Keine gesunde Frau braucht für ihre Schwangerschaft und ihr Baby eine Untersuchung von einem Arzt. Es geht hier nur um Abhängigkeiten und Ängste.
Auch ich bin mit meinen Schwangerschaften in diese Falle getappt, und habe das „notwendigste“ mitgemacht. Hauptsorge war hier damals die finanzielle Abhängigkeit.
Heute würde ich für kein Geld der Welt diese Totur über mich und mein Baby ergehen lassen. Ich würde mich für eine friedvolle und ungestörte Schwangerschaft entscheiden, meinem Körper vertrauen und mich keinen äußeren Einflüssen durch Ärzte ausliefern.
Ich würde als gesunde Frau mein gesundes Baby in meinem Leib austragen. Mit Liebe und Ruhe diese schöne Zeit genießen und niemanden meinen Körper messen, wiegen, kontrollieren und in eine Normtabelle pressen lassen.

Ihr starken Frauen, ihr seid nicht krank. 
Ihr trägt ein wundervolles kleines Wesen in eurem Körper und ihr alleine habt die Verantwortung über dieses Geschöpf.
Verkauft euch nicht und geht nicht in die Angst. 
Spürt euch, liebt euch und vertraut eurer Kraft.

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In dankbarer Liebe
Ariella Sophie

2 Kommentare zu “Schwangerschafts-Untersuchungen. Oder: Sorgen bereits vor der Geburt”

  1. Über Ultraschall gehen die Meinungen ja auseinander. Es gibt Artikel, Bücher (danke für den obigen Link Anne), Fachleute: Die einen sagen das, die anderen das: Schädlich, nicht schädlich.
    Wir wissen es also nicht ganz genau. (Zumindest jetzt noch nicht?)
    Aber schon allein der Gedanke, dass Ultraschall schädlich sein könnte, sollte zum Nachdenken geben.
    Ich denke auch, dass vorallem im ersten Trimester (wie Anne von ihrer Hebamme gehört hat) darauf verzichtet werden sollte.

    Danach sollte man sich fragen:
    Ist ein Ultraschall wirklich notwendig? Fühlt man sich gesund und sicher oder hat man ein komisches Gefühl?
    Jede Frau kann sich doch frei entscheiden ob und wieviele Ultraschall-Untersuchungen sie während der Schwangerschaft machen möchte; Aber dass die Ärzte so tun, als wäre das ein normales mit Sicherheit unschädliches Verfahren und man müsse einen Ultraschall bei jeder Untersuchung machen (und dann oft auch viel länger als notwendig wäre!) ist einfach nicht in Ordnung…

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