Die Risiken einer Krankenhaus-Geburt. Oder: Einmal das Pony von hinten aufzäumen

 

symbol_small

Viel wird gesprochen und geschrieben über die Risiken von Hausgeburten und Alleingeburten.

Wie gefährlich ist es doch nicht ins Krankenhaus zu fahren und ohne medizinische Hilfe ein Kind zu gebären. Es können fatale Komplikationen eintreten: Nabelschnur um den Hals, Vorzeitige Plazenta-Ablösung, abfallende Herztöne des Babys, etc, etc …

»Wie gut, dass wir im Krankenhaus waren, sonst wäre es noch viel schlimmer gekommen.«

»Wie gut, dass unser Arzt so schnell war und den Kaiserschnitt eingeleitet hat, sonst wäre unser Baby gestorben.«

»Wie gut, dass hier die ganze Zeit die Herztöne überwacht wurden, sonst hätten wir das nicht kommen sehen«

So loben die Frauen und Mütter die Ärzte und Krankenhäuser und sind felsenfest davon überzeugt, dass es noch schlimmer hätte kommen können, wenn sie nicht diese „Hilfe“ gehabt hätten.

Und jetzt machen wir einen großen Schritt zurück und betrachten diese Situation einmal von einem anderen Standpunkt aus. Hinterfragen wir doch einfach mal das ganze Spiel und zäumen das Pony von hinten auf.

{Was sind denn Komplikationen?}
Komplikation – So ein schönes Wörtchen.
Das Wort Komplikation bedeutet unter anderem eine Erschwerung, ein Hemmnis, eine Behinderung, eine Beeinträchtigung.
Eine Komplikation kompliziert; macht also etwas komplizierter, schwieriger, schwerer.
Die Gegenteile davon sind einfach, leicht und harmonisch.

Also: Eine Geburt sollte einfach, leicht und harmonisch sein, denn dann treten gar keine Komplikationen ein. Komplikationen kommen erst, wenn es kompliziert wird. Wenn es schwer wird, wenn man gehemmt ist oder beeinträchtigt wird.

Schwer wird es, wenn Ärzte, Hebammen oder andere Personen auf dich einreden und etwas von dir verlangen oder fordern, was du gar nicht möchtest.
Gehemmt ist man, wenn man etwas machen muss, was man gar nicht möchte.
Beeinträchtigt wird man, wenn man Medizin schluckt um die Schmerzen zu vergessen oder an einen Wehen-Tropf gehängt wird um die Wehen unnatürlich einzuleiten.

{Komplikationen im Krankenhaus}
Komplikationen treten erst auf wenn etwas kompliziert gemacht wird. Die Geburt ist von Natur aus darauf ausgerichtet schnell, harmonisch und problemlos zu verlaufen. Doch durch das Eingriffen vom Mensch wird es letzten Endes erschwert.

Nehmen wir zum Beispiel folgende Situation: Die Mama hat den berechneten Geburtstermin bereits längst überschritten und noch immer keine Anzeichen vom Beginn des Geburtsprozesses.

Anstatt einfach zu warten, bis das Baby bereit ist und sich von selber auf den Weg macht, geht man in die Angst und denkt man müsse mit Hilfe eines Wehen-Tropfen die Wehen einleiten, damit die Geburt endlich beginnen kann: Der Mensch macht es also schwerer als es ist. Dabei müsste man einfach nur geduldig bleiben, bis es passiert.

Oder: Die große Angst, dass die Nabelschnur des Kindes um den Hals gewickelt ist. Angst wird geschürt und verbreitet, niemand denkt nach.

Was macht man nur, wenn man alleine gebärt und die Nabelschnur ist um den Hals des Kindes gewickelt? Na was macht man da nur… Man könnte sie einfach mit den Händen wieder entwirren und das Kind liebevoll in den Arm nehmen. So einfach kann das sein. Es muss nicht immer alles so kompliziert sein.

Darauß lässt sich frech mal schließen: Komplikationen gibt es überwiegend nur im Krankenhaus. Denn dort wird die Geburt ja kompliziert.
Ein so einfacher und natürlicher Vorgang kann im Krankenhaus zu einem „Horror-Trip“ werden.
Wenn Ärzte, Hebammen und Krankenschwestern um dich herumschwirren und dir Dinge zureden, einreden, dich eventuell sogar bedrängen. Da heißt es man sollte nun langsam die Wehen anleiten oder man könne doch ein paar Mittel gegen die Schmerzen nehmen. Oder es wäre Zeit für die Einleitung eines Kaiserschnitts. Oder man holt das Baby mal eben mit der Zange raus.
Eine Frau, die da gerade im Geburtsprozess steckt und emotional wie körperlich auf Hochleistung rennt, ist hier leider schnell hilflos ausgeliefert.
In so einer Situation kann man jede starke und selbstbewusste Frau in die Knie zwingen und sie mit ihrer großen Angst falsche Entscheidungen treffen lassen.
Schließlich geht es um das Wohle des Kindes und wenn alle um dich herum dein „Bestes“ und dir ja nur helfen wollen, dann liegt man plötzlich schon beim Kaiserschnitt oder hängt am Wehen-Tropfen…

 »Aber das ist doch gut, wenn dir der Arzt hilft und einen Kaiserschnitt macht, wenn die Herztöne des Babys abfallen und man schnell handeln muss« höre ich die Gegenstimmen schon argumentieren.

Meine lieben Mütter, habt ihr denn wirklich schon einmal darüber nachgedacht, dass diese Komplikationen ja nur kommen, weil man da im Krankenhaus liegt? Weil man dort nicht enstpannen konnte? Weil es nicht locker und harmonisch war? Weil es stressig war dort hinzukommen? Weil man dort Angst vor der Geburt hatte? Weil man dort eigentlich schon gar nicht hin wollte? Weil die Ärzte einem etwas einredeten? Weil man Mittelchen schlucken musste? Weil man bereits Angst vor einem Kaiserschnitt oder anderen „Komplikationen“ hatte?

Könnte es sein, dass es nur dadurch erst zu diesen Kompliziertheiten kommt?

{Einfach, leicht & harmonisch}

Ich bin der Meinung, wenn eine gebärende Frau entspannt und locker ist, wenn sie kein bisschen Angst vor der Geburt hat, wenn sie von einer liebevollen Umgebung umhüllt ist und weiß dass sie alle Zeit der Welt hat, wenn sie sich voll und ganz auf den Geburtsprozess einlassen kann, so wie sie es möchte und fühlt, dann meine Lieben, dann gibt es keine Komplikationen.
Dann ist die Mutter Eins mit der Geburt, Eins mit ihrem Körper und Eins mit ihrem Kind. Alles ist in Harmonie und alles wird wie von selbst geschehen.

symbol_small

{ Danke an Daniela N. für die Inspiration zu diesem Artikel }

symbol_small

In dankbarer Liebe
Ariella Sophie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *