Das wunderbare Geburts-Erlebnis. Oder: Das große Schweigen

erbluehte-weiblichkeit
Ein Kind ist etwas Schönes. Ein Kind ist ein kleines Wunder.

Wenn eine Mama von der Schwangerschaft erfährt ist es im ersten Moment oft mal eine Achterbahn der Gefühle – sobald man sich aber klar ist, dass man dieses kleine Wunder, das man nun in sich trägt, liebt ist so eine Schwangerschaft eine der schönsten Sachen auf der Welt.
Man freut sich über die Schwangerschaft und genießt die kommende aufregende Zeit. Man beobachtet den wachsenden Bauch, die ersten Bewegungen des Kindes, den vibrierenden Schluckauf des Babys, die sanfte Tritte gegen den Bauch.
Am Ende der Schwangerschaft freut man sich wie verrückt auf dieses kleine Wesen, das bald ankommen wird. Man besorgt Kleidung, Windeln, richtet sogar eventuell ein Kinderzimmer ein und man kann es schon gar nicht mehr erwarten, endlich das Kind in den Armen zu wiegen.
Aber über den eigentlichen Geburtsprozess will man nicht so gerne nachdenken, oder?


{Das große Schweigen}
Wie oft hört man Frauen freudig über das eigene Geburts-Erlebnis berichten?

»Es war wunderschön«, 
»Ich möchte auf jeden Fall noch ein Kind gebären«, 

»Ist die Geburt schon vorbei?«

Solche Sätze hört man sehr selten von Frauen, die gerade ein Kind zur Welt gebracht haben.

Meistens wird über den eigentlichen Geburts-Vorgang gar nicht gesprochen. Alle sind froh, dass es vorbei ist und, dass das Kind und die Mutter gesund sind. Alles andere will und muss niemand wissen.
Der Geburtsprozess wird verschwiegen. Mütter haben keine große Lust davon zu erzählen, wie schmerzhaft diese Erfahrung war, wie unangenehm die Situation im Krankenhaus war, wann die Fruchtblase geplatzt ist, wieviel Blut bei der Geburt im Spiel war, welche Komplikationen eintraten, wie erschöpft und erleichtert man nach dem ganzen Spektakel war und wie lange die Wochenbett-Depression gedauert hat.
Lieber wird geschwiegen. Man spricht nur von dem entzückenden kleinen Wesen, welches da nun zufrieden auf Mamas Brust schläft. Fleißig werden Fotos geknipst, Grußkarten verschickt oder SMS an Freunde und Bekannte geschickt, dass das kleine Wesen jetzt da ist.
Man bekommt Gratulationen, Geschenke und Besuche. Es ist ein Fest und alle freuen sich. Alles ist wunderbar und großartig. Wie die Geburt war, intressiert niemanden. Höchstens einmal eine kurze Frage, ob alles gut verlaufen ist.

{Schneller Geburtsprozess}
Sollte nicht der Geburts-Prozess im Mittelpunkt stehen? Sollte man sich nicht auf dieses einmalige Ereignis freuen und konzentrieren?
Die meisten Frauen fürchten sich während der Schwangerschaft schon vor der Geburt. Sie versuchen nicht wirklich darüber nachzudenken was so eine Geburt ist – es ist ja auch schwierig sich ein Bild zu machen, denn es wird so wenig davon berichtet und so viel davon verschwiegen.
Und wenn die Frauen darüber nachdenken, dann meistens mit Sorge und Bedacht, was denn nicht alles passieren könnte, auf welche Risiken und Komplikationen man sich einstellen müsse.
Wer hat da noch Lust auf eine Geburt? 
Schnell, schnell – Es soll so schnell wie möglich vorbei gehen. Tabletten, Geburtseinleitung, Kaiserschnitt oder Geburtszange – Ruckzuck, hauptsache es ist vorbei und das Kind ist endlich heraußen.
Nicht auf den Körper hören, ihn nicht spüren wollen, einfach raus mit dem Kind – das ist doch eine ganz normale Geburt.
Und wenn man diese grausame Anstrengung endlich geschafft hat, ja dann kann man die Belohnung dafür in den Armen halten.

{Die Geburt als Genuss}
Dass man eine Geburt genießen kann – Ja sogar in Ekstase darin aufgehen kann – ja das sagt dir niemand und man hört nur selten davon.
Schmerzfreie Geburt? Lange Ekstasen und genussvolle Wehen? Freude und die Lust darauf gleich noch ein Kind zu gebären? Klingt ja abnormal und wie im Märchenbuch.

Aber genau so sollte eine Geburt sein: Zeitlos, genussvoll, schmerzfrei, freudvoll, orgasmisch.
Diese Gefühle sind in unserer heutigen Zeit aber leider nicht mehr verbunden mit dem Thema Geburt. Es herrscht ein anderes Denken und Handeln. Es fehlt eine gewisse Aufklärung, Verbreitung, das nötige Bewusstsein und ein volles weibliches Vertrauen, um wieder an diesen Punkt zurückzukommen.

Doch es gibt sie noch: die mutigen authentischen Frauen, die diese genussvolle Art der Geburt leben.
Es gibt sie: die orgasmischen, freudvollen und entspannten Geburten.

{Hypnobirthing & Orgasmic Birth}
Unter diesen zwei Begriffen findet man mittlerweile schon einige interessante Videos auf YouTube oder in der Suchmaschine. Auch Bücher und Artikel lassen sich über diese Art von Geburt bereits finden und lesen.

Es ist echt schön, wenn man sich mit diesen Themen als werdende Mama beschäftigt anstatt sich dauernd in Angst und Sorgen zu wälzen.
Die Geburt kann etwas sehr Magisches und Schönes sein! Sie muss nicht weh tun und muss nicht langwierig oder kompliziert sein.
Wenn man sich das einmal vor Augen hält und darüber nachdenkt, verändert sich einiges im eigenen programmierten Gedankenmuster.
 
{Schule für Geburt}
Am besten wäre es eine Schule für Geburt zu gründen. Das wäre doch mal etwas Sinnvolles, dass eine junge Frau und auch bereits unsere Mädchen lernen könnten.
Früher wurde das Wissen von Frau zu Mädchen/Frau weitergegeben, Töchter sahen den Müttern beim Gebären zu. Heute wird eher alles versteckt und zugemacht. Die Geburt ist quasi ein Geheimnis hinter verschlossenen Wänden im Krankenhaus. Sie ist unangenehm und kein Genuss.

Ich wünsche mir so sehr, dass das Thema Schwangerschaft & Geburt wieder mehr Bedeutung bekommt und die Frauen wieder erkennen, was da für eine verborgene Kraft in ihnen steckt.
Kinder gebären ist eine Kunst; ist etwas Großartiges. Nur wir Frauen können das und es sollte eine große Ehre sein. Mutter zu werden ist wunderbar. Es gibt nichts Vergleichbares, das eine Frau in ihrem Leben erfahren könnte, als eine genussvolle magische Geburt ihres Kindes.

Ich wünsche euch eine fantastische Schwangerschaft und eine atemberaubende, genussvolle, vibrierende, weiche, warme, energievolle, öffnende und orgasmische Geburt meine Lieben! :)

symbol_small

In dankbarer Liebe
Ariella Sophie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *